HOME
 
Lasertherapie für Pferde
 
 Laserübersicht
 
 Handylaser sprint
 Handylaser trion
 LaserPen
 Physiolaser
 Polylaser
 Photonic 500
 
 Cosmo-Color
 
 
 Akupunktur
 
 Therapie
 Diagnose
 
 Forschung/Gesellschaften
Hinweis: Die Lasertherapie (LLLT) ist in Deutschland wissenschaftlich noch nicht anerkannt und gehört zu den komplementären Therapieverfahren.

 Indication

 Reference


Veterinärmedizin

Laserakupunktur bei C.O.B. der Pferde

Zusammenfassung

105 Pferde mit hochgradiger chronisch obstruktiver Bronchitis (C.O.B.) wurden ausschließlich mit Laserakupunktur behandelt. Keinerlei medikamentöse oder anders geartete Behandlung wurde zur Unterstützung der Akupunktur angewendet. Alle Patienten waren über längere Zeit (3 Monate bis mehrere Jahre)  erfolglos mit allgemein anerkannten medizinischen Methoden vorbehandelt.

Die zur Akupunkturbehandlung verwendeten Lasergeräte waren Impuls- Diodenlaser mit 60 bzw.90 Watt Impulsspitzenleistung bei einer Impulsbreite von 200 nsec. Die Wellenlänge des emittierten Laserlichtes betrug 904 nm.

Es wurden vorinstallierte Frequenzen nach NOGIER und BAHR verwendet. Jeder ausgewählte  Akupunkturpunkt wurde 30 sec lang gelasert. Die Pferde wurden 4- 12 mal behandelt. (1 Pferd 29 mal, im Durchschnitt 6,5 Behandlungen/Patient). Die Behandlungsabstände betrugen im Regelfall 4-7 Tage.

Bei den meisten Patienten (n=79) konnte eine  teilweise sehr deutliche Spontanreaktion im Sinne einer Zunahme der Atemtiefe und einer deutlich hörbaren Sekretmobilisation des vorher hochviskösen Schleims, ähnlich der Mobilisation am Ende einer Infusionstherapie, schon während der ersten Behandlung festgestellt werden. 15 Patienten, die nach 3-4 Behandlungen keine anhaltende Besserung zeigten, wurden an vormarkierten Punkten über 2-3 Wochen von den Besitzern selbst mit einem Handylaser (50mW  Dauerstrichlaser, Wellenlänge 820 nm) täglich 30 sec pro Punkt behandelt.

73 Pferde machten nach Abschluß der Therapie einen klinisch gesunden Eindruck, das heißt, sie waren frei von jeglicher Symptomatik und konnten wieder voll belastet werden. Bei den bronchoskopierten Patienten war kein Sekret, keine Schleimhautschwellung und keine entzündliche Rötung mehr zu erkennen. 17 Pferde waren in Ruhe ebenfalls ohne auskultatorischen Befund und wieder voll belastbar, husteten jedoch noch gelegentlich und hatten nach Atemhemmung zeitweise noch Sekretgeräusche. 11 Pferde konnten nach der Behandlung wieder mit Einschränkungen gearbeitet werden, waren jedoch auch in Ruhe nicht ohne auskultatorischen Befund und husteten noch häufiger auch während der Arbeit, so daß das Ergebnis nicht als befriedigend angesehen werden konnte. Lediglich bei 4 Pferden konnte keinerlei Besserung der Symptomatik durch die Akupunkturbehandlung erreicht werden.

Einleitung
Obwohl die  Veterinärakupunktur annähernd 3000 Jahre alt ist, (Sunjang, 900v Chr. In KOTHBAUER, O., MENG, A. 1983) findet man kaum wissenschaftliche Artikel über Akupunktur am Pferd. Die meisten Veröffentlichungen in diesem Bereich beschäftigen sich mit Einzelfallstudien, die von Kritikern schnell mit Placeboeffekt oder Selbstheilung abgetan werden. Angesichts der wirklich hervorragenden und vor allem zielgerichteten Wirkung (BERGSMANN, O. 1977,  ZEROBIN, K. 1991) sachgerecht durchgeführter Akupunktur (GLARDON, O. und SCHATZMANN, U. 1981,  PETERMANN, U. 1989,  WESTERMEYER, E. 1993)  ist das eigentlich kaum verständlich. Es liegt wohl vor allem daran, daß an den Hochschulen und Kliniken, die im Allgemeinen den größten Teil wissenschaftlicher Veröffentlichungen hervorbringen, die Akupunktur als Behandlungsmethode nicht etabliert ist. Hinzu kommt, daß es auch nur wenige Pferdepraktiker gibt, die eine professionelle Akupunktur durchführen können.

Nicht ganz so lange, wie die Ursprünge der Veterinärakupunktur liegt auch die erste bekannte Beschreibung  der chronisch obstruktiven Bronchitis des Pferdes (C.O.B.)  zurück. So beschreibt Aristoteles in seiner „Tierheilkunde“ bei Stallpferden folgenden Krankheitszustand: „Unheilbar sind auch Zustände, die das Herz angreifen, wobei die Flanken krankhaft einfallen... und sie die Hüften anziehen“( GOHLKE 1957 ). Auch ihm war damals nicht entgangen, daß es sich um eine Domestikationskrankheit handelte, die eng mit der Stallhaltung verbunden ist. So ist die C.O.B. bei Wildpferden und Pferden mit ganzjähriger Weidehaltung unbekannt (THURLBECK, W.M. und LOWELL, F.C. 1964,  GILLESPIE, J.R. und TYLER, W.S. 1969, COOK; W.R. 1976). Dieser Tatsache sollte natürlich auch bei Prophylaxe und Therapie besonderes Augenmerk geschenkt werden, indem man die Haltung schwer erkrankter Patienten dem Idealzustand „ ganzjährige Weidehaltung“ den Umständen entsprechend möglichst weit annähert, das heißt dem Patienten viel Bewegung ermöglicht und eine möglichst konsequente Umstallung vornimmt.

Im englischen Sprachraum sind synonym für C.O.B. auch die Begriffe heaves, broken wind, und, aus der Humanmedizin übernommen, COPD, (chronic obstuctive pulmonary desease) gebräuchlich, der sich auch bei uns im Rahmen allgemeiner Amerikanisierung eingebürgert hat.  

Die grundlegenden pathologischen Mechanismen der Obstruktion spielen sich in den feinsten Verästelungen des Bronchialbaumes, den direkten Zuführungskanälen zu den Alveolen, nämlich den Bronchioli, ab. Diese Gänge sind nicht mehr von einem Knorpelspangenskelett  durchzogen, so daß der Haupteffekt, der Bronchiospasmus, hier keinen Widerstand findet. Als weiteres lumeneinengendes Prinzip kommen mehr oder weniger zähe Sekretablagerungen infolge Dyskrenie und Hyperkrenie hinzu. Vervollkommnet wird die Obstruktion schließlich durch ein oft erhebliches Ödem der Schleimhaut (DEEGEN, E. 1979). Im Fall der hochgradigen C.O.B. führt diese Obstruktion schließlich zu einem Ventilmechanismus, wobei während der Inspiration mehr Luft in die Alveolen hineingesogen wird, als bei der Exspiration wieder herausgedrückt werden kann („air trapping“)(MCPHERSON, E.A. und LAWSON, H.K. 1974). Hierdurch werden die Alveolen mehr und mehr aufgebläht und es kommt zum funktionellen Emphysem.

All die oben beschriebenen pathologischen Prinzipien sind vegetativ und humoral gesteuert, so daß sich hier geradezu eine Therapie anbietet, die genau hier durch gezielte Reizung von Nervenpunkten, genannt Trigger-Point oder Akupunkturpunkt , regulierend eingreift (MELZACK, R. und WALL, P.D. 1965,  MELZACK, R.  et al. 1977,  HEINE, H. 1987,   ZOMANN, A. 1990).

Die kontrollierte Akupunktur legt aber auch besonders Wert darauf, nicht nur symptomatische Punkte zu behandeln, z.B. Lu 7, Bl 13, Bl 17 usw. (siehe Grafik). Es soll auch durch eine systematische Auffindung und Behandlung von Störungen vor allem im Verlauf des Lungen- und Nierenmeridians versucht werden diese in der Akupunktur als Mitursache der allergischen Reaktion angesehene Störung zu beseitigen (das Allergen wird  hier lediglich als Auslöser, nicht jedoch als Ursache der allergischen Erkrankung gesehen). Die kontrollierte Akupunktur ist eine von der deutschen Akademie für Akupunktur und Auriculomedizin (DAA/AM)*  in den letzten 15 Jahren erarbeitete Weiterentwicklung der klassisch chinesischen Akupunktur.

Während aus schulmedizinischer Sicht Infektionen der oberen Atemwege, insbesondere Influenza - und Herpesinfektionen, Luftverschmutzung, Allergien, Lungenwurminfektionen, sowie eventuell auch genetische Faktoren als Ursache in Frage kommen, (GERBER, H. 1968,  SCHATZMANN, U. und GERBER, H. 1972,  LITTLEJOHN, A. 1978,  HAYER, L. und SASSE, H.H.L. 1980) ist aus der Sicht der kontrollierten Akupunktur gerade die Kumulation dieser äußeren Störfaktoren in Vergesellschaftung mit zusätzlichen inneren Störungen die zentrale Ursache der allergischen Reaktionsweise. Als Störungen vegetativer Funktionen oder, im Sinne der Akupunktur, der Meridianfunktionen, fungieren insbesondere Periodontitiden (KLUGER.L. 1990) sowie Narben im Meridianverlauf, die eine gestörte Wundheilung hatten. Morphologisch handelt es sich hierbei um chronische granulomatöse Entzündungen, die von Demarkationsgewebe umgeben sind. ( KELLNER, G. 1979 )

Da die Lasertherapie eine hervorragende demarkierende und wundheilungsförderde Wirkung besitzt (Mester et al. 1969), ist auch verständlich, daß sie auch eine derartige offensichtlich zum Erliegen gekommene Demarkation wieder in Gang setzen und somit die Störung eliminieren  kann (Petermann, U. 1998, POPP, F.-A. 1984). Durch die Kumulation dieser oben beschriebenen inneren und äußeren Streßfaktoren kann die Adaptationsfähigkeit des Organismus so weit herabgesetzt werden, daß er nicht mehr in der Lage ist, auf Reize (wie auch z.B. Allergene)  normergisch, das heißt sinnvoll, zu reagieren. Diese veränderte Reaktionslage wird in der Medizin  Adaptationssyndrom genannt (SEYLE, H. 1953). Diese seit annähernd 50 Jahren bestehende Erkenntnis bestätigt sich  sehr regelmäßig immer wieder bei der Behandlung von derartigen Störungen durch ganz spontane positive Reaktionen der Patienten. Anhand von 3 Fallbeispielen wird die direkte Reaktion des Patienten auf die Laserbehandlung einer solchen Narbe oder einer Periostitis demonstriert.

Patientenmaterial
Die folgende Arbeit berichtet über die Wirksamkeit von kontrollierter Laserakupunktur bei 105 Pferden mit hochgradiger C.O.B.. Ausgewählt wurden nur Patienten mit deutlicher Ruhedyspnoe und mindestens 4-fingerbreit erweitertem Lungenperkussionsfeld. Alle Pferde waren mit den üblichen Therapieverfahren, mit Sekretolytika, Bronchodilatatoren, Kortison, Inhalation mittels Ultraschallvernebler und zum Teil auch mit Hyperinfusionstherapie (DEEGEN, E. LIESKE, R: und FISCHER, J. 1980, DETLEF, E., KÖHLER, L. und ALLMELING, G. 1982,  DEEGEN, E. 1988) über lange Zeit (3 Monate bis mehrere Jahre) erfolglos vorbehandelt.

Es handelte sich um 6 Hengste, 40 Stuten und 59 Wallache. Das Alter der Pferde lag zwischen 4 und 30 Jahren (Durchschnittsalter 12,6 Jahre). Bei 42 Pferden waren auch die Haltungsbedingungen bereits längerfristig optimiert. (Sägemehleinstreu, Silagefütterung, in Salzwasser eingeweichtes Heu, Offenstallhaltung, ganzjähriger Weidegang)

Untersuchungsgang
Die Pferde wurden nach Aufnahme des Vorberichts (Dauer, Verlauf, Schwere der Erkrankung, Haltungs- und Fütterungsbedingungen, Futterqualität, Vorbehandlungen) adspektorisch untersucht (Atemfrequenz, Atemtiefe, Atemtyp, Nüsternatmung, Nasenausfluß). Außerdem wurde der gesamte Körper nach größeren Narben abgesucht. Anschließend wurde eine eingehende auskultatorische Untersuchung und eine Perkussion des Lungenfeldes durchgeführt. Dabei wurde auf eine Vergrößerung des Lungenperkussionsfeldes und auf Bereiche überlauten Schalls geachtet. Wegen der hochgradigen Dyspnoe der Patienten wurde bei der Erstuntersuchung auf Atemstimulantien bzw. Atemhemmung verzichtet. Bei der Nachuntersuchung wurde mit Ausnahme der 4 nicht gebesseten Patienten eine konsequente Atemhemmung für ca. 45 sec. mit anschließender Auskultation durchgeführt. Bei einem Teil der Patienten (n=35) wurde in Ergänzung zu den eindeutigen klinischen Befunden noch eine Bronchoskopie durchgeführt. Beurteilt wurden Viskosität, Menge und Verteilung des Sekrets, Schleimhautödem im Bereich der Bifurkation, Schleimhautrötung). Anschließend wurde die Akupunkturdiagnostik nach der Methodik der Deutschen Akademie für Akupunktur und Aurikulomedizin (BAHR, F. 1997, PETERMANN, U. 1999) durchgeführt, um die zur Behandlung optimalen Akupunkturpunkte zu finden. Diese Methodik ermöglicht eine konsequente und reproduzierbare Diagnostik, mit der die zu therapierenden Akupunkturpunkte und auch vorhandene lokale Störungen in den Meridianverläufen ermittelt werden.

Therapie
Zur Behandlung wurden die individuell bei jedem Patienten durch die Diagnostik der kontrollierten Akupunktur gefundenen bzw. diagnostizierten Akupunkturpunkte jeweils 30 sec. mit dem Akupunkturlaser behandelt. Am häufigsten wurden folgende Punkte gefunden: Bl 13, (Zustimmungspunkt des Lungenmeridians), Bl 14, (Zustimmungspunkt des Meridians Kreislauf/Sexualität), Bl 17, (Zustimmungspunkt des Zwerchfells), Lu 7 und Ni6 als Kardinalpunktepaar, Bl 40, (Allergiepunkt und Histaminpunkt der Ohrakupunktur), Bl 23, (Zustimmungspunkt des Nierenmeridians), KG 17 (respiratorischer Alarmpunkt des 3Erwärmers) und Ma 40, (schleimlösender Punkt, beta- Mimetika- Punkt ), Le 13 (ACTH-Punkt) sowie die bei jeglichen Entzündungsvorgängen im Organismus wichtigen Punkte 3E5 und Ni3. Darüber hinaus wurden die individuellen über die Akupunkturdiagnostik gefundenen Narben bzw. Periodontitispunkte ebenfalls, zum Teil bis zu 5 min pro Punkt, mit dem Laser behandelt.

Die Behandlung aller gefundenen Akupunkturpunkte wurden mit einem 60W bzw. 90 W Akupunkturlaser ( Abb.1) der Firma Reimers + Janssen für jeweils 20 - 30 sec. pro Punkt durchgeführt. Es handelt sich hierbei um einen Dioden -Impulslaser mit einer Wellenlänge von 904 nm und einer Impulsbreite von 200 nsec. Im wesentlichen wurden die Frequenzen A, B, und C der Frequenzreihe nach Nogier (292, 584, 1168 Hz) sowie die Frequenz 5 aus der Frequenzreihe nach BAHR  (9592 Hz) für die Kardinalpunkte verwendet.

Es wurden 4- 12 Behandlungen ( 1 Patient 29 Behandlungen, im Durchschnitt 6,5 Behandlungen) im Abstand von 4 - 7 Tagen durchgeführt.

Bei 15 zunächst therapieresistenten Patienten, die jeweils akut auf die Behandlung mit deutlicher Atmungsverbesserung antworteten, jedoch zum  nächsten Behandlungstermin wieder hochgradige Atembeschwerden aufwiesen, wurden die Punkte mit einem Scherenschlag markiert und jeweils 30 sec. mit einem Handylaser (Firma Reimers und Janssen, 50 mW  Dauerstrichlaser, Wellenlänge 820nm ) täglich von den Besitzern selbst über 2 - 3 Wochen behandelt. Bei 38 Patienten, bei denen vor der Behandlung keine Haltungsverbesserungen vorgenommen oder wieder vernachlässigt worden waren, wurde dies auch während der Therapie nicht geändert, während bei 25 Patienten eine Optimierung während der Therapie erreicht werden konnte. (s. Patientenliste)

Ergebnisse
Bei sehr vielen Patienten (n=79) konnten schon während der ersten Behandlung deutliche Reaktionen beobachtet werden. Regelmäßig nahm bei der Behandlung des Punktes Bl.17 (Zustimmungspunkt des Zwerchfells) die Atemtiefe, zum Teil sehr deutlich, zu. Dies war häufig auch mit vermehrtem Husten verbunden. Zwischendurch fiel ebenfalls bei den meisten Patienten auf, daß sie während der Akupunktur mehrmals tief durchatmeten, was ihnen vorher aufgrund der Obstruktion nicht möglich war. Zum Ende einer Behandlung bzw. bis 10 min danach kam es bei der Hälfte der Patienten zu einer lauten, ohne Stethoskop hörbaren Sekretmobilisation, ähnlich wie nach einer Hyperinfusionstherapie, mit häufigem Abschlucken von Sekret. Bei einigen Patienten war ab der 2. und 3. Behandlung sogar das vorher noch deutlich zu auskultierende Giemen und Rasseln nach der Behandlung spontan völlig verschwunden.

Nach Abschluß der Therapie konnten folgende Resultate erreicht werden: 73 Pferde machten einen klinisch gesunden Eindruck, das heißt, daß in Ruhe und unter Belastung kein Husten mehr auftrat, und auskultatorisch auch nach Atemhemmung keine pathologischen Atemgeräusche mehr vorhanden waren. Auch das vorher perkutorisch ermittelte Emphysem hatte sich vollständig zurückgebildet, soweit man dieses durch Lungenperkussion diagnostizieren konnte. Die Pferde konnten wieder voll belastet werden und zeigten keine Hustensymptomatik mehr. 26 der 35 bronchoskopierten Patienten, die zu dieser Gruppe gehörten, zeigten keine pathologischen bronchoskopischen Befunde mehr.

17 Patienten hatten zwar keine Atembeschwerden mehr und konnten auch voll belastet werden, husteten aber noch vereinzelt im Stall und auch zu Beginn der Arbeit.

Bei 11 Patienten konnten die Beschwerden wohl im Endergebnis gebessert werden und die Pferde waren auch bis zu einem gewissen Grade wieder belastbar, aber es war weiterhin Husten zu Beginn und auch während der Belastung vorhanden, so daß man den Zustand als nicht zufriedenstellend bezeichnen mußte.

Bei 4 Pferden  zeigte sich keine anhaltende Besserung, obwohl akut unter der Behandlung auch bei diesen Patienten durchaus positive Reaktionen zu erkennen waren. Von den 14 Pferden, die zusätzlich von ihren Besitzern täglich über 2- 3 Wochen weiterbehandelt worden waren schließlich 9 Pferde  später ohne klinischen Befund, 2 konnten als „zufriedenstellend“ und 2 Pferde als „eingeschränkt belastbar“ eingestuft werden.

Lediglich 1 Pferd hatte nach dieser „Intensivbehandlung“ noch immer eine hochgradige Atembeschwerde und mußte letzten Endes euthanasiert werden. 1 Patient, der bei Behandlungsende klinisch gesund erschien, entwickelte schon nach 3 Wochen erneut eine hochgradige C.O.B. und wurde danach nicht weiter behandelt. 65 Pferde konnten nach einem Beobachtungzeitraum von 6 Monaten bis 4 Jahren (im Durchschnitt 1,8 Jahren) nachuntersucht werden. Alle diese Pferde gehörten zu den beiden Gruppen, bei denen ein gutes oder sehr gutes Behandlungsergebnis erzielt wurde. Bei 56 dieser Patienten war über den gesamten Zeitraum von den Besitzern keine Verschlechterung des guten Zustandes beobachtet worden. Bei 3 Patienten begann eine erneute Symptomatik nach 6 Monaten, bei 2 Patienten nach einem Jahr, bei 2 Patienten nach 3 Jahren und bei einem nach 4 Jahren. Ein Patient (Nr. 97) wurde nachträglich in die Untersuchung aufgenommen, nachdem er nach Akupunktur einer hochgradigen C.O.B. 10 Jahre lang symptomfrei war und jetzt erneut innerhalb weniger Wochen wiederum eine hochgradige C.O.B. entwickelt hatte, die jedoch mit 3 weiteren Behandlungen und inzwischen schon wieder über 8 Monate in ein symptomloses Stadium zurückgeführt werden konnte.

Fallbeispiele

Fallbeispiel1
 8jährige dunkelbraune hannov. Stute mit Rückenproblemen und mgr. C.O.B.

Dieser Patient ist aufgrund der doppelten Problematik und nur mittelgradigen C.O.B. nicht Teilnehmer dieser Studie, eignet sich aber besonders gut zur Erläuterung der Vorgehensweise in der Akupunktur und auch zur Demonstration der Wirkungsweise. Die Rückenproblematik des Pferdes war derart hochgradig, daß das Springpferd aus dem großen Sport zurückgenommen werden mußte und sogar nicht mehr geritten werden konnte. Das Pferd reagierte hochsensibel auf leichten Druck im Bereich der Sattellage und im Bereich der Nieren. Zudem bestand eine mittelgradige, chronisch obstruktive Bronchitis mit Leistungsminderung. Auskultatorischer  Befund: ggr. Giemen und Rasseln in Ruhe, deutliches Giemen und Rasseln nach Lobelin-Injektion. Bronchoskopischer Befund: reichlich visköser Schleim in der Trachea, leichte Schwellung und Rötung der Bifurkation und der Stammbronchien.

Die Akupunktur der Ohrakupunkturpunkte: des Lungenpunktes (identisch mit Körperpunkt Lu7) und des Punktes des Plexus bronchopulmonalis, so wie des Nierenpunktes zeigten eine deutliche symptomatische Verbesserung der Lungenfunktion im Sinne einer tieferen Inspiration und erleichterten Exspiration. Das Giemen war verschwunden. Eine deutliche Sekretmobilisation konnte innerhalb weniger Minuten mit bloßem Ohr wahrgenommen werden. Die symptomatische Behandlung der Rückenpunkte (Ohrlokalisationen HWS, BWS, LWS) sowie des Thalamuspunktes (identisch mit Körperpunkt Di4)  brachten keine deutliche Besserung bei der Schmerzpalpation. Die Akupunkturdiagnostik ergab eine Störung in  einer etwa zwei Jahre alten, häßlich vernarbten Verletzung am rechten Unterarm im Bereich des Punktes Lu6. Es folgte eine 2 minütige lokale Behandlung der Narbe mit dem Laser. Ergänzend wurde noch der Thymuspunkt (identisch mit Körperpunkt 3E5) mit der Fr. 5 gelasert. Nach dieser Therapie war spontan auch bei starkem Druck die Druckdolenz am Rücken vollkommen beseitigt. Bei der Folgebehandlung nach fünf Tagen war die alte Wunde aufgebrochen und fistelte. Nach insgesamt vier Laserakupunkturbehandlungen waren Rücken und Lunge klinisch ohne krankhaften Befund. Das Pferd war wieder voll leistungsbereit und die Fistel abgeheilt.

Fallbeispiel 2
Eine 13-jährige Araberstute (Pat. Nr. 53), die seit 9 Jahren unter einer C.O.B. litt, die sich in den letzten Jahren so verschlimmert hatte, daß schon mehrfach eine Euthanasie in Erwägung gezogen worden war. Das Pferd wurde in einem dramatischen Zustand zur Untersuchung vorgestellt.  Die Atemfrequenz betrug in ausgeruhtem Zustand 56/ min mit einer hochgradig abdominalen Exspiration. Die Nüstern waren bei der Inspiration auf etwa Handtellergröße (siehe Bild 1) aufgerissen, die Augen panisch erweitert. Ein lautes Giemen und Pfeifen war weithin zu hören. Die Perkussion ergab ein fast 2 handbreit erweitertes Lungenperkussionsfeld mit deutlich überlauter Schallzone. Folgende Akupunkturpunkte wurden gefunden und behandelt: Lu7, Bl13, Bl14, Bl17, Bl23, Le13, KG17, Ma40, Ni3 und 3E5. Außerdem wurde über die Akupunkturdiagnostik eine Störung durch eine Narbe am Punkt Lu 9, unterhalb der Handwurzel gefunden. Der Punkt Lu 9 ist der Tonisierungs- und Quellpunkt des Lungenmeridians und somit von hervorgehobener Bedeutung.

Bei der Behandlung dieser Narbe mit dem Laser konnte ein mehrfaches tiefes Durchatmen und eine anschließende deutliche Erleichterung der Atmung mit einer leichteren Exspiration und einer vertieften Inspiration festgestellt werden. Die Atemfrequenz hatte sich am Ende dieser ersten Akupunkturbehandlung auf 28 Atemzüge pro Minute halbiert und die extreme Nüsternatmung war verschwunden, der Blick nicht mehr angsterfüllt (Bild 2). Am folgenden Tag konnte ohne Risiko für den Patienten eine Bronchoskopie durchgeführt werden. Folgender Befund wurde erhoben: Die gesamte Trachea und die Stammbronchien waren spinnwebartig mit hochviskösen Sekretspangen durchzogen und kollabiertem bei vereinzelten Hustenstößen fast vollständig. Die Bifurkatio Tracheae war deutlich geschwollen und zeigte eine starke entzündliche Rötung. Nach 7 Behandlungen im Abstand von 3-4 Tagen war das Pferd ohne klinischen Befund und konnte mühelos über die Weide galoppieren (Bild 3).  3 Wochen nach der Entlassung entwickelte sich innerhalb weniger Tage erneut eine starke Symptomatik und das Pferd mußte trotz der weiten Anfahrt von etwa 500 km erneut eingeliefert werden. Es wurden nochmals 6 Akupunkturbehandlungen durchgeführt, bis der Patient wiederum symptomfrei entlassen werden konnte. In dem darauffolgenden Beobachtungszeitraum von fast 1 Jahr ist das Pferd nach Angaben der Besitzer symptomfrei und war in den letzten 10 Jahren seit Beginn der Erkrankung noch nie in einem so guten Gesundheitszustand.

Fallbeispiel 3
Ein 10 -jähriger Trakehner Wallach, Gewicht ca. 550 Kg, wurde nach mehrjähriger Vorbehandlung zur Akupunkturbehandlung eingestellt (Patient Nr. 54). Das Pferd konnte schon seit über 6 Monaten trotz Therapie nicht mehr gearbeitet werden. Es war ca. 3 Wochen zuvor eine Infusionstherapie (4 Tage 40 L phys. NaCl -Lösung iv.) durchgeführt worden. Weiter wurde bis zum Tag der Vorstellung zur Akupunktur eine tägl. Inhalation mit Pulmicort vorgenommen. Außerdem wurden täglich orale Gaben von Ventipulmin Gel (2x tägl.  20 ml, entsprechend 2x 5mg Clenbuterolhydroclorid) und Sputolysin (2x täglich 35g, entsprechend 350mg Dembrexinhydrochlorid pro Tag) appliziert. Der Untersuchungsbefund war folgender: Deutliche Ruhedyspnoe, Atmung 36/min, stark kostal mit Bauchpresse, Auskultation: hochgr. Giemen und Rasseln über Stammbronchien und Trachea in Ruhe, Perkussion: gut handbreit erweitertes Lungenperkussionsfeld mit überlauter Schallzone, Bronchoskopie: größere Mengen stark viskösen Sekretes in der Trachea und den Stammbronchien, Schwellung der Bifurkatio Tracheae. Die Körpertemperatur war im Normbereich, es waren keine klinischen Anzeichen einer Sinusitis zu erheben.

Die Akupunkturbehandlung erfolgte im 2-3 -tägigen Abstand über die Körperakupunkturpunkte Lu7, Ni3, Ma 40, Bl14, Bl17, Bl23, KG17, Le13 und 3E5. Über die Akupunkturdiagnostik wurde eine Störung im Verlauf des Magenmeridians im Bereich des Punktes Ma1 festgestellt. Der Punkt Ma1 liegt an der Wurzel bzw. dem Sinus maxillaris über dem M1. Der 1. Molar des Oberkiefers hat in der Akupunktur interessanterweise einen direkten Zusammenhang mit dem Punkt Lu1, also dem Anfangspunkt des Lungenmeridians. Der Sinus maxillaris wurde mit einer Laser -Flächensonde (8x 10 Watt Impulsdioden auf einer Fläche von ca. 50 qcm), wie sie in der Laserakupunktur auch zur Therapie der Sinusitis des Pferdes angewandt wird, jeweils 2 min mitbehandelt. Innerhalb von 10 min nach der Behandlung konnte eine erkennbare Vertiefung der Atmung festgestellt werden. Die Frequenz war auf 28 Züge pro min zurückgegangen, das Giemen war deutlich leiser geworden, währen sich das Sekretrasseln verstärkt hatte. Der Zustand des Patienten verbesserte sich in den folgenden Behandlungstagen zwar noch geringgradig, die Ruheatemfrequenz lag  konstant zwischen 20 und 24 Atemzügen pro Minute, so daß der Besitzer des Pferdes durchaus zufrieden mit dem Behandlungserfolg war. Nachdem sich bis zur 10ten Behandlung immer wieder der gleiche Zustand einstellte und auch während der Behandlung keinerlei deutliche Reaktionen zu erkennen waren, sollte die Therapie abgebrochen werden. Aufgrund des eindringlichen Wunsches des Besitzers wurde schließlich ein weiterer Behandlungsversuch unternommen. Da aus Sicht der Akupunktur der klinisch inapparenten Sinusitis im Bereich des linken oberen M1 eine Schlüsselfunktion in der Therapie zuzuordnen war, wurde die Therapiezeit dieses Bereiches mit dem Flächenlaser von 2 min versuchsweise auf 10 min erhöht. Da eine auch über die normale Dosis von 1-3 Joule /qcm hinausgehende Energiemenge keinen therapeutischen Schaden anrichten kann (Karu et al. 1993), war diese Maßnahme durchaus zu verantworten, zumal die berechnete in 10 Minuten abgegebene Energie von 12 Joule sich auf eine Fläche von ca. 25qcm verteilte. Während der Akupunkturbehandlung und den ersten 3 Minuten der anschließenden Flächenbehandlung des Sinus maxillaris konnten keine deutlichen Veränderungen der Atmung registriert werden. Von der 4. bis zur 5. Minute nahm die Atemtiefe vehement zu und erreichte einen Zustand ähnlich dem nach Injektion von Atemstimulantien. Etwa 5 Minuten nach Abbruch der Behandlung normalisierte sich die Atmung wieder. Am darauffolgenden Morgen machte das Pferd erstmals einen symptomfreien Eindruck. Die Atmung lag bei 8 Atemzügen pro Minute, war costoabdominal, kein Giemen und Rasseln konnte bei der Auskultation nach Atemhemmung mehr festgestellt werden. In den Zeiträumen bis zur nächsten Behandlung verschlechterte sich die Atmung jeweils wieder bis zu einer Ruheatmung von zunächst 20 bis, nach weiteren Behandlungen, auf 16 und schließlich nach weiteren 12 Behandlungen auf 8 bis 12 Atemzüge pro Minute. Während der ersten 10 Folgebehandlungen war jeweils während der Sinusbehandlung die starke Zunahme der Atemtiefe zu beobachten, allerdings von Mal zu Mal in schwächerer Form. Auch wenn in diesem Fall eine außerordentlich hohe Anzahl von Behandlungen durchgeführt werden mußte, war der Aufwand immer noch angemessen, da das Pferd am Ende der Behandlung weder klinisch noch endoskopisch irgendwelche Krankheitserscheinungen erkennen ließ und bis heute, über einen Beobachtungszeitraum von 1 Jahr bei bester Kondition gearbeitet und wieder im Turniersport (S-Dressur) eingesetzt wird.

Diskussion
Die Ergebnisse zeigen deutlich, daß die Akupunktur als vegetativ regulierende Therapie hervorragend geeignet ist, allergischen Fehlregulationen entgegenzuwirken. Dies ist vor allem auch deshalb besonders hoch zu werten, da bei allen Patienten ein sehr hochgradiges Krankheitsgeschehen mit einer hochgradigen Chronizität vorgelegen hat und in allen Fällen schon eine oft jahrelange intensive Vorbehandlung stattgefunden hatte. Die Ergebnisse dieser Untersuchung sollten dazu beitragen, Überlegungen in Gang zu setzen, ob man dieser Therapieform nicht in Zukunft mit etwas weniger Skepsis und einer höheren Beachtung entgegentreten sollte, da sie, kompetent angewandt, eine erhebliche Bereicherung des therapeutischen Spektrums der gesamten Medizin darstellt.

* Die DAA/AM ist eine Akupunkturgesellschaft, die ausschließlich Ärzte, Zahnärzte und Tierärzte ausbildet und allein in Deutschland über 12000 Mitglieder hat. Sie hat sich zum Ziel gesetzt, die Akupunkturwirkung wissenschaftlich zu erforschen, sie weiter zu entwickeln und physiologische Wirkmechanismen bei der Akupunktur zu verstehen. Die DAA/AM bemüht sich hierbei auch um eine systematische und reproduzierbare Diagnostik und Therapie in der Akupunktur.

Literaturverzeichnis

  1. Bahr, F. (1997) Scriptum Systematik und Praktikum der wissenschaftlichen Akupunktur für weit Fortgeschrittene und Experten

  2. 2 Bergsmann, O. (1977 ) : Die biokybernetische Wirkung der Akupunktur im klinischen Versuch. Dtsch. Ztschr. f. Akup. 5, 131ff

  3. Cook, W.R., (1976) : Chronic bronchitis and alveolar emphysema in the horse. Vet. Rec. 99, 448 - 451

  4. 4 Deegen, E. (1979) : Zur klinischen Diagnostik chronischer Lungenerkrankungen des Pferdes. Dtsch. Tierärztl. Wochenschr. 77, 616 - 621

  5. Deegen, E., Lieske, R., und Fischer, J. (1980) Eine neue Methode der sekretolytischen

    Therapie bei Pferden mit chronisch obstruktiver Bronchitis. 7. Arbeitstagung der Fachgr.

    Pferdekrankheiten DVG, Hamburg, 63-73

  6. Deegen, E. (1988) : Infusionstherapie beim Pferd. Tierärztl. Umschau 43, 766 - 772

  7. Detlef, E., Köhler, L. und Allmeling, G. (1982) : Erfahrungen mit der NaCI-Hyperin- fusionstherapie bei der Behandlung der COPD beim Pferd. Tierärztl. Prax. 10, 209 - 217

  8. Gerber, H. (1968) : Zur Therapie chronischer Respirationskrankheiten des Pferdes Schweiz. Arch. Tierheilkd. 110, 139 - 153

  9. Gillespie, J.R. und W.S. Tyler (1969) : Chronic alveolar emphysema in the horse.
    Advances in veterinary science and comparative medicine. Acad. Press, New York, London

  10. 10 Glardon, O.; Schatzmann, U. (1981) : Lokalisation einiger Punkte auf dem Blasenmeridian des

    Pferdes. Dtsch. Zschr. Akup. 24, 115 - 118

  11. Gohlke, P. (Hrsg., 1957) : Aristoteles: Tierheilkunde, 366Zweite Auflage, Paderborn

  12. Hajer, R. und H.H.L. Sasse (1980) : Zur Ätiologie, Diagnostik und Therapie der COPD. 7. Arb.-Tagg. D. Fachgr. Pfd. Krh., DVG Hamburg

  13. Heine, H. (1987) : Zur Morphologie der Akupunkturpunkte. Dtsch.Zschr.Akup. 30, 75 - 79

  14. Karu T. et al. (1993) Suppression of human blood chemiluminescence by diode laser irradiation. Laser Therapy 5, 103-109

  15. Kellner, G. (1979) : Der Herd in experimentell-histologischer Sicht. Österr.Ärzteztg. 34, 933 - 935

  16. luger, L. (1991) : Odontogene Störfeldmöglichkeiten. In: Österr. Med. Ges. f. Neural- therapie - Regulationsforschung (Hrsg.): Herd-Störfeldgeschehen. Facultas, Wien 40 - 46

  17. Kothbauer, O., Meng, A.(1983) : Grundlagen der Veterinär-Akupunktur. Welsermühl, Wels, 1.Aufl. 21

  18. 18 Littlejohn, A. (1978) : Studies of the physiopathology of chronic obstructive pulmonary disease in horses. Pretoria, DVSc Thesis

  19. 19 Mcpherson, E.A.; H.K. Lawson; J.R. Murphy; J.M. Nicholson; J.A. Fraser; R.G. Breeze; H.M. Pirie (1978) : Chronic obstructive pulmonary disease (COPD): Identification of affected horses. Equine Vet. J. 10, 47 - 53

  20. Melzack, R.; Stillwell, D.M.; Fox, E.J. (1977) : Trigger points and acupuncture points for pain: Correlations and implications. Pain 3, 3- 23

  21. 21 Melzack, R.; Wall, P.D. (1965) : Pain mechanisms: A new theory. Science 150, 971 - 979

  22. 22 Mester E. et al. (1969) Experimentelle Untersuchungen über die Wirkung von Laserstrahlen auf die Wundheilung. Z. Exper. Chirurgie 2, 94-101

  23. Petermann, U. (1989) Behandlung von BWS- und LWS-Beschwerden beim Pferd mit Ohrakupunktur. collegium veterinarium 20/91-93

24 Petermann, U. (1997) Auffinden von Störfeldern mit Hilfe der kontrollierten Akupunktur.

Ganzheitliche Tiermedizin 1999; 13; 10-13

25 Petermann, U. (1998) Lasertherapie in der Veterinärmedizin. Vet Impulse 24,12-13

26 Popp, F.-A. (1984) Biologie des Lichtes, Paul Parey, Berlin/Hamburg

27 Sasse, H.H.L. (1973) Lungenfunktionsprüfung beim Pferd. Tierärztl. Prax. 1, 49 - 59

28 Seyle, H. (1953) Einführung in die Lehre vom Adaptationssyndrom. Thieme Stuttgart

29 Schatzmann, U. und H. Gerber (1972) Untersuchungen zur Ätiologie chronischer

Lungenerkrankungen des Pferdes. Zentralbl. Veterinärmed., Reihe A 19, 89 - 101

30 Thurlbeck, W.M. und F.C. Lowell (1964) Heaves in horses. Am. Rev. Resp. Dis. 89,

82 - 88

31 Westermayer, E. (1993) Lehrbuch der Veterinärakupunktur. Bd. 2: Akupunktur des

Pferdes., Haug, Heidelberg

32 Zerobin, K.( 1991 ) in Anhang II ( wissenschtl. Originalarb. ), Bahr: Einführung in die

wissenschaftl. Akup., Neue Ergebnisse der Akupunktur in der Veterinärmedizin,

S 225 ff, Vieweg, Wiesbaden

33 Zohmann, A. (1990) Physiologische und pathophysiologische Grundlagen von Ohr-,

Körperakupuntur und Neuraltherapie. Prakt. Tierarzt >collegium veterinarium< 71,

83 - 84

Dr. Uwe Peterman, Schmale Str. 20, 49326 Melle, tel/fax: 0542893003/93004

e mail: DrUwePetermannMelle@t-online.de

Website of Dr. Petermann



Untersuchung zum Einsatz eines Low-Power-Lasers in der Therapie katarrhalischer Mastitiden beim Rind

Hannover, Tierärztliche Hochschule, Dissertation, 2001, Hackenforte

Das Ziel der vorliegenden Arbeit war es, die Effektivität der Low-Power-Laser-Therapie als alternative Behandlungsweise zum Einsatz von Antibiotika in der Therapie katarrhalischer Mastitiden zu testen und anhand der klinischen und bakteriologischen Heilungsraten und anhand des Verlaufs der Zellgehalte drei und 4 Wochen nach der letzten Behandlung zu manifestieren.

Hierzu wurden 65 an katarrhalischer Mastitis erkrankte Euterviertel zufällig in eine Versuchsgruppe (n=32), die mit einem Low-Power-Laser (IR 904 nm) behandelt wurde, und eine antibiotisch behandelte Kontrollgruppe (n=33) eingeteilt. Die Laserbehandlung erfolgte am ersten, zweiten, dritten, 5. und 7. Tag der Erkrankung und die antibiotische Behandlung je nach Angaben der Hersteller. Am ersten, zweiten, dritten, 5., 7. und 10. Tag seit Behandlungsbeginn und am 22. bis 24. und 29. bis 31. Tag nach der jeweils letzten Behandlung wurde eine klinische Untersuchung der behandelten Kühe und eine spezielle Untersuchung des betroffenen Euterviertels in Form von palpatorischen Untersuchungen des Euters und Untersuchungen der Eutersekrete durchgeführt. Zudem wurden alle Eutersekrete vor der ersten Behandlung und am 22. bis 24. Tag sowie am 29 bis 31. Tag nach der letzten Behandlung bakteriologisch untersucht, wobei an den beiden letztgenannten Untersuchungszeitpunkten noch eine exakte zytologische Feststellung der Zellgehalte mittels Fossomatic erfolgte.

Die klinische Heilungsrate der mit einem Low-Power-Laser therapierten Euterviertel betrug 84,4% und unterschied sich nicht signifikant von der klinischen Heilungsrate der antibiotisch behandelten Kontrollgruppe (97,0%) (P>0,05). Am 5., 7. und 10. Tag seit Behandlungsbeginn waren jedoch in der Antibiotikagruppe statistisch signifikant mehr Euterviertelsekrete flockenfrei als in der Lasergruppe (P<0,05), während sich die Palpationsbefunde zu keinem Untersuchungszeitpunkt signifikant unterschieden (P>0,05).

In beiden Behandlungsgruppen wurden vor der ersten Behandlung in insgesamt 9 Mastitisfällen Staphylococcus (S) aureus (13,9%), in 11 Fällen Streptococcus (Sc.) uberis (16,9%), in 4 Fällen Sc. agalactiae (6,2%), einmal Sc. dysgalactiae (1,5%), dreimal E. coli (4,6%), einmal Hefen (1,5%) und dreimal ein unpezifischer Keimgehalt (4,6%) nachgewiesen. In 50,8% der Euterviertelgemelksproben (n=33) konnten keine Erreger nachgewiesen.

Use of low power laser in the treatment of bovine catarrhal mastitis
It was the aim of this study to evaluate the effect of a low power laser therapy on bovine mastitis as an alternative treatment for antibiotic therapy. Sixty-five udder quarters of cows with chronic or mild acute clinical mastitis that had not been pretreated were randomly devided into two treatment groups. Thirty-two udder quarters received laser therapy using an impulse diode laser (IR 904 nm) on Days 1, 2, 3, 5 and 7 (day of diagnosis = Day 1) for the duration of 8 min. The control group (n=33) was treated with antibiotics. The cows and especially the affected udders were checked for clinical symptoms on Days 1, 2, 3, 5, 7 and 10 as well as 3 and 4 weeks following treatment. Milk samples were collected aseptically from each udder quarter before as well as 3 and 4 weeks following treatment for bacteriological culture. Samples at 3 and 4 weeks were collected before milking and also evaluated for somatic cell count (SCC) using Fossomatic (Foss Electric, Denmark).

The clinical cure rate of the low power laser treated udder quarters was 84.4% and did not differ significantly from the clinical cure rate of the antibiotically treated control group (97.0%) (P>0.05). At Days 5, 7 and 10 significantly more udder quarters of the control group had macroscopic normal secretion than those of the laser group (P<0.05), whereas the results of palpation did not differ at any timepoint of examination (P>0.05).

Isolated bacteria of the milk samples taken before treatment were: Staphylococcus (S.) aureus (9 cases; 13.9%), Streptococcus (Sc.) uberis (11 cases; 16.9%), Sc. agalactiae (4 cases; 6.2%), Sc. dysgalactiae (1 case; 1.5%), E. coli (3 cases; 4.6%), yeasts (1 case; 1.5%) and non specified (3 cases; 4.6%). In 50.8% (33 cases) of udder secretions, no bacteria could be isolated.

Clinical cure rate and clinical symptoms did not differ between udder quarters with a negative or positive bacteriological culture (P>0.05).

The bacteriological cure rate of the laser group (25.0%) was significantly lower than that of the control group (68.8%; P<0.05).

Three weeks following treatment, in the group of bacteriologically negative udder quarters, the new infection rate was 23.5% (4 cases) in the antibiotically treated group and 37.5% (6 cases) in the laser group, respectively. The infected udder quarters had new infection rates of 6.3% (1 case) in the antibiotic group and 0.0% in the laser group. The frequency did not differ statistically significantly between both groups (P>0.05).

With regard to the mean log 10 SCC, the 2-factorial analysis of variance did not reveal a significant group effect, a significant time effect or a significant group by time interaction, i.e. that on the average the SCC between both therapy groups and at both timepoints of examination did not differ (P>0.05).

Considering the group of chronic catarrhal mastitis, the mean log 10 SCC was significantly higher in the laser group than in the control group (P<0.05). Moreover, mean log 10 SCC of laser treated cows that had more than two lactations and those that were in lactation for 101 to 200 days or more than 200 days was significantly higher than that of the respective control cows (P<0.05).

Overall, there was a decrease in SCC between Day 22 to 24 following treatment and Day 29 to 31. However, only in cows with more than two lactations, 2-factorial analysis of variance revealed a significant time effect (P<0.05).

Three weeks after the last day of therapy, the laser group had statistically significantly less udder quarters (9.4% and 34.4%) with SCC below 100 000 SCC/ml (P<0.01) and below 400 000 SCC/ml (P<0.05), respectively, than the control group (36.4% and 57.6%). Four weeks following treatment, the laser group had significantly less milk samples (40.6%) with a SCC below 400 000 SCC/ml (P<0.05) than the control group with 66.7% (P<0.05).


Links to veterinary associations in the USA:

The  American Academy of Veterinary Acupuncture

American Holistic Veterinary Medical Association

AltVetMed

Veterinary Acupuncture Page

Veterinary Acupuncture Links

Nat'l/ International Veterinary Acupuncture Events

Nat'l/ International Veterinary Acupuncture Events, Cont.

Pubmed Medline Advanced Search

Browse Medical & Veterinary Journal Abstracts

AVAC

SNVA

American Holistic Veterinary Medical Association






Anfrage/Bestellung
Teilen uns Ihre gewünschte Konfiguration des RJ-LASERS mit. Wir senden Ihnen umgehend Unterlagen oder ein individuelles Angebot bzw. beraten Sie gern persönlich. Bezahlung erfolgt über VISA, AMEX, Mastercard und in Deutschland per Rechnung.

Trademarks and Logos are the Property of REIMERS & JANSSEN GmbH™
Copyright 2008 © all Rights Reserved REIMERS & JANSSEN GmbH™